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Schulreformen künftig nicht ohne Beteiligung der Eltern. Trotzdem muss auch in Niedersachsen über eine sinnvolle Schulreform nachgedacht werden.

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20. Juli 2010

Die gescheiterte Schulreform in Hamburg hat gezeigt, dass Schulstrukturreformen nicht ohne die Einbeziehung
der Betroffenen von Anfang an funktioniert. Dies stieß in Hamburg auf extrem große Akzeptanzprobleme. Matthias Möhle, der Peiner SPD- Landtagsabgeordnete, stellt fest: „Es ist sehr enttäuschend, dass diese erste
sinvolle Reform des längeren gemeinsamen Lernens nicht geklappt hat.

In den Bundesländern Berlin und Rheinland-Pfalz ist die Schulform des längeren gemeinsamen Lernens fester Bestandteil der Schulpolitik, wenn auch die Umsetzung eine andere ist.“

Möhle weiter: „Auch in Niedersachsen müsse weiterhin über eine Weiterentwicklung des Schulsystems nachgedacht werden. Die niedersächsische SPD verfolgt aber einen anderen Ansatz als die Regierungsparteien in Hamburg. Statt einer sechsjährigen Grundschule verfolgt die niedersächsische SPD das Ziel, den Schülerinnen und Schüler ein Schulsystem zu bieten, dass die Auslese ab Klasse 5 überwindet und möglichst allen die Chance auf das Abitur offen hält. Wir streben in Niedersachsen dafür flexible Lösungen in enger Abstimmung mit den kommunalen Schulträgern an zugunsten der Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Kommunen.“

„Für alle Schülerinnen und Schüler ist ein sozialeres Schulsystem von Vorteil. So lernen die lernstarken Schüler soziale Verantwortung für ihre Mitschüler zu übernehmen und die Lernschwächeren können durch ihre Mitschüler gefördert werden. Die Kommunikation unter Schüler findet auf einer ganzen anderen Beziehungsebene statt.“ betont Matthias Möhle.

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